Nierenzellkarzinom: EPO-Abfall zeigt Wirksamkeit von HIF-2alpha-Blockern an

Boston – Der Wirkstoff Casdatifan könnte in Zukunft womöglich eine neue Therapieoption bei vorbehandelten Personen mit klarzelligem Nierenzellkarzinom sein (ccRCC). Ergebnisse aus einer frühen Studienphase des HIF-2α-Inhibitors stellen US-Mediziner stellen im Fachmagazin Nature vor (2026; DOI: 10.1038/s41586-026-10718-x). Das Nierenhormon Erythropoetin (EPO) könnte dabei Biomarker für die Wirkung und die Therapieaussichten sein.
Der Hypoxie-induzierbare Faktor 2-alpha (HIF-2α) ist aufgrund seiner zentralen Bedeutung in der Pathogenese des ccRCC zu einem neuen Therapieansatz geworden. Bei den meisten ccRCC-Tumoren ist das von-Hippel-Lindau-(VHL) Gen mutiert. Eine Folge ist eine vermehrte Aktivierung der Hypoxie-induzierten Faktoren (HIF)-1α und -2α. Diese steigern die Expression von Genen der Gefäßneubildung und der Zellproliferation und fördern dadurch das Krebswachstum.
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