Novartis-Tochter Aeropharm expandiert
Rudolstadt – Der Pharmakonzern Novartis will in den nächsten Jahren noch einmal 60 Millionen Euro in Rudolstadt investieren und Hunderte neue Jobs schaffen. Das Geld werde in technische Infrastruktur und Gebäude fließen, teilte die Tochter Aeropharm GmbH am Mittwoch bei einem Festakt zum 15. Firmenjubiläum mit. So würden weitere Produktionslinien aufgebaut und ein Lager- und Produktionsneubau entstehen. Im Zuge der Expansion soll sich zudem die Zahl der Beschäftigten auf 700 bis 800 im Jahr 2020 fast verdoppeln. Derzeit hat das Unternehmen gut 400 Mitarbeiter, darunter ein Team von etwa 120 Wissenschaftlern.
Aeropharm entwickelt und produziert hauptsächlich Asthma-Medikamente und Augentropfen. Jährlich werden in Rudolstadt rund 15 Millionen Medikamente hergestellt, die in mehr als 50 Länder verkauft werden. Das Unternehmen ging 2002 aus einem Nachfolger des früheren VEB Ankerwerk hervor, seit 2005 gehört es zu Novartis. Insgesamt wurden den Angaben nach in den vergangenen 15 Jahren rund 144 Millionen Euro in Rudolstadt investiert.
Der Standort werde zum „weltweiten Entwicklungs- und Produktionszentrum für Atemwegsmedikamente der Novartis AG“ entwickelt, hieß es nun. Ziel sei es, zum Weltmarktführer für antiasthmatische Generika aufzusteigen. Generika sind Nachahmerpräparate von Arzneimitteln nach Ablauf des Patentschutzes, die in der Regel preiswerter sind als das Original.
Außerdem wurde am Mittwoch ein Wechsel an der Unternehmensspitze bekanntgegeben. Der bisherige Aeropharm-Geschäftsführer Ulrich Nütz verlasse das Unternehmen aus privaten Gründen nach drei Jahren. An seine Stelle trete zum 1. April Tarkan Dogru, der seit dreizehn Jahren für Novartis arbeite, teilte das Unternehmen mit.
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