Vermischtes

Novo Nordisk hebt Prognosen an

  • Mittwoch, 6. Mai 2026
/Tada Images, stock.adobe.com
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Kopenhagen – Dank guter Verkäufe seiner Abnehmmedikamente blickt der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk etwas positiver auf das laufende Jahr. Für 2026 erwartet der Konzern nur noch einen Umsatzrückgang zwischen vier und zwölf Prozent, statt wie bisher von fünf bis 13 Prozent, wie der Hersteller der Abnehmmedikamente Ozempic und Wegovy heute mitteilte. Der Aktienkurs an der Börse von Kopenhagen stieg deutlich.

Seine neue Einschätzung führt das Unternehmen auf eine Anhebung der Umsatzprognosen der sogenannten GLP-1-Medikamente Ozempic und Wegovy zurück. Diese Abnehmspritzen regulieren den Blutzuckerspiegel und können dadurch das Sättigungsgefühl erhöhen.

Sie werden eingesetzt, um Typ-2-Diabetes zu behandeln sowie adipösen Menschen beim Abnehmen zu helfen. Zugelassen in den USA sind bereits auch Produkte in Tablettenform, die leichter anzuwenden und zudem billiger sind.

In den USA seien die Tabletten mit mehr als 200.000 Verschreibungen pro Woche ein großer Erfolg, erklärte Novo Nordisk heute. In der zweiten Hälfte des Jahres sollen sie demnach auch auf anderen Märkten eingeführt werden.

Für das erste Quartal des Jahres meldete Novo Nordisk zudem einen deutlichen Gewinnsprung. Der Nettogewinn stieg laut Konzern von Januar bis März um 67 Prozent auf insgesamt 48,56 Milliarden Kronen (6,5 Milliarden Euro). Der Umsatz legte bei konstanten Wechselkursen um 32 Prozent auf zwölf Milliarden Euro zu. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Novo Nordisk war mit seinen Abnehmspritzen zeitweise zum wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen. Der Konzern kämpfte auf dem Markt für Abnehmmedikamente zuletzt aber mit der starken Konkurrenz in den USA durch den Rivalen Eli Lilly, der unter anderem die Abnehmspritze Mounjaro herstellt. Eli Lilly hat ebenfalls eine Abnehmpille angekündigt, diese ist allerdings noch nicht auf dem Markt.

afp

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