Offener Brief gegen ärztliche Beihilfe zum Suizid
Bremen/Münster – „Auf keinen Fall dürfen wir uns dafür hergeben, Leidende zu beseitigen, indem wir Hilfe zum Suizid leisten“, heißt es in einem von Eckhard Piegsa, Kinderarzt in Bremen, und Paul Cullen, Internist und Labormediziner in Münster, initiierten offenen Brief, den bisher 350 Ärztinnen und Ärzte unterzeichnet haben.
Vielmehr bestehe die ärztliche Aufgabe darin, „das Leid unserer Patienten zu lindern und ihnen mitmenschlichen Beistand, Zuwendung und Fürsorge entgegenzubringen“. Der Arzt sei kein bloßer Techniker, dessen Aufgabe sich in funktionellen Lösungen für gesundheitliche Probleme erschöpfe.
Dieser Brief sei eine Replik auf einen im Mai in Form einer Anzeige in der „Ärztezeitung“ veröffentlichen offenen Brief deutscher Ärztinnen und Ärzte, teilte Cullen dem Deutschen Ärzteblatt mit. Darin wurden Freitodbegleitungen als mit dem ärztlichen Berufsethos vereinbar bezeichnet.
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