Medizin

Orales Mikrobiom: Mundspülprobe könnte Hinweise auf gastrointestinale Tumoren liefern

  • Donnerstag, 10. September 2026
Morgens auf nüchternen Magen spülten die Teilnehmenden ihren Mund 30 Sekunden lang mit 10 ml steriler 0,9%iger Kochsalzlösung. Die Spüllösung wurde dann in ein Röhrchen überführt. /dragonstock, stock.adobe.com
Morgens auf nüchternen Magen spülten die Teilnehmenden ihren Mund 30 Sekunden lang mit 10 ml steriler 0,9%iger Kochsalzlösung. Die Spüllösung wurde dann in ein Röhrchen überführt. /dragonstock, stock.adobe.com
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Seoul – Eine einfache Mundspülung könnte künftig Hinweise auf ein Magen- oder kolorektales Karzinom liefern. Forschende haben im oralen Mikrobiom bakterielle Signaturen identifiziert, anhand derer sich Personen mit gastrointestinalen Tumoren von Gesunden unterscheiden ließen. Über ihre Ergebnisse berichten sie in Cell Host & Microbe (2026; DOI: 10.1016/j.chom.2026.07.007).

„Viele Mikroorganismen, die typischerweise im Mund vorkommen, finden sich auch im Darm und können sich dort vermehren“, erklärt Seniorautor Jihyun F. Kim von der Yonsei University in Seoul. „Diese Beobachtung hat uns zu der Frage geführt, ob Mikroorganismen aus dem Mund bei Menschen mit Krebs häufiger in den Gastrointestinaltrakt gelangen und dort bleiben.“

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