Orthopäden weisen auf Fortschritte in der Therapie hin
Berlin – Auf Fortschritte bei der Versorgung von Patienten mit Knochen-, Gelenks- oder Muskelerkrankungen haben Orthopäden und Unfallchirurgen hingewiesen. Ein Beispiel seien Knieprothesen. „Durch ein tieferes Verständnis der Kinematik des Kniegelenkes werden Knieprothesen heute über den gesamten Bewegungsablauf viel stabilitätsorientierter eingesetzt“, erläutert Henning Windhagen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).
Außerdem sei die Qualität des verwendeten Materials besser geworden. „Inzwischen halten 90 Prozent der Kunstgelenke mehr als 20 Jahre“, so Windhagen. Die Zertifizierung von Endoprothesenzentren (EndoCert) und das Deutsche Endoprothesenregister sollen laut der DGOOC die Versorgung von Patienten mit Gelenkersatz weiter verbessern.
Doch nicht nur medizinisches Wissen und eine optimale Versorgung seien für Patienten wichtig. „Betroffene wünschen sich eine individuelle, persönliche Beratung, die Begleiterkrankungen berücksichtigt und, falls notwendig, eine Therapie, die an ihre Bedürfnisse und ihren Lebensstil angepasst ist“, betont Johannes Flechtenmacher vom Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Orthopäden und Unfallchirurgen sähen daher in einer gelungenen Kommunikation zwischen Arzt und Patient eine Grundvoraussetzung für den Behandlungserfolg.
Auf Verbesserungen bei der Schwerverletzten-Versorgung weist die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hin. Das TraumaRegister DGU zeige, dass die Sterblichkeit nach schweren Verletzungen in den vergangenen 20 Jahren von 20 auf 9,9 Prozent halbiert wurde. „Diese Ergebnisse sind nur intensiver und nachhaltiger Forschung sowie der konsequenten Umsetzung von gewonnenen Erkenntnissen in der täglichen Praxis zu verdanken“, so der Präsident der Fachgesellschaft, Bertil Bouillon.
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