Vermischtes

Ottobock hebt Prognose an

  • Donnerstag, 13. August 2026
/picture alliance, Swen Pförtner
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Duderstadt – Beim Prothesenhersteller Ottobock läuft das Geschäft: Das Unternehmen aus Südniedersachsen hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt. Gegenüber dem Vorjahr kletterte das Ergebnis unterm Strich von 28 auf 67,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Auch beim Umsatz legte Ottobock zu. Er stieg um mehr als sechs Prozent auf 854,1 Millionen Euro. Das Unternehmen wuchs sowohl im Geschäft mit Patienten als auch mit Firmenkunden. Wachstumstreiber war das Europageschäft, das auch rund drei Viertel des Umsatzes ausmacht. Positiv habe sich auch das Geschäft im wichtigen US-Markt entwickelt, sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi.

Auch eine verstärkte Nachfrage aus Russland und der Ukraine sei feststellbar. Das Geschäft macht allerdings nur einen geringen Teil des gesamten Europageschäftes aus, wie Jakobi sagte. Ottobock betont immer wieder, in Russland keine Geschäfte mit der Armee zu machen.

Für das laufende Jahr hob der Konzern seine Prognose wegen der guten Entwicklung leicht an. Im Kerngeschäft – ohne die Rollstuhlsparte, deren Verkauf jüngst angekündigt wurde – wird nun ein Umsatzwachstum zwischen sechs und acht statt zwischen fünf und acht Prozent erwartet.

Bei der Verschuldung erwartet das Unternehmen, dass der Verschuldungsgrad bis Ende des Jahres unter zwei fällt. Unter anderem wegen Zukäufen war der Wert im ersten Halbjahr seit längerer Zeit wieder leicht gestiegen. Die Verschuldung liegt derzeit bei 1,1 Milliarden Euro.

Der Verschuldungsgrad beschreibt das Verhältnis der Schulden zum bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Er ist ein wichtiges Merkmal für die finanzielle Gesundheit und Handlungsfähigkeit eines Unternehmens und sollte möglichst klein sein.

Von der positiven Entwicklung profitierte auch die Ottobock-Aktie. Sie legte auf 60,9 Euro zu. Zum Börsenstart im Oktober 2025 wurden die Papiere für 66 Euro ausgegeben und waren zunächst auf bis zu 73 Euro gestiegen. In den folgenden Monaten fiel der Kurs deutlich.

dpa

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