Patientenzahl mit multiresistentem Keim an Göppinger Klinik leicht rückläufig
Göppingen – In einem Krankenhaus in Göppingen ist die Zahl der mit multiresistenten Keimen besiedelten Patienten leicht zurückgegangen. 30 Patienten, die Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) in sich tragen, lagen gestern auf einer Isolierstation, wie eine Sprecherin mitteilte. Anfang der Woche waren es noch 33. Aktuell sei kein Patient an dem Erreger erkrankt.
Die Stadtverwaltung hatte Anfang Februar auf Empfehlung des Gesundheitsamts die Unterbringung Betroffener in der Isolierstation angeordnet. Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till (CDU) kritisierte in einer Stellungnahme von gestern, dass es so weit kommen musste. „Anstatt die Verfügung unterschreiben zu müssen, würde ich mich wohler fühlen, wenn diese Problematik im direkten Zusammenspiel zwischen Gesundheitsamt und der Klinik-Geschäftsführung (...) gelöst werden könnte“, sagte er.
Seit zweieinhalb Jahren kämpft die Klinik am Eichert gegen VRE. Seit 2016 wurde der Keim bei 1.920 Patienten festgestellt, 47 erkrankten daran. Im Mai 2017 und im Januar 2018 starben VRE-infizierte Patienten. Im jüngsten Fall wird noch untersucht, ob die VRE-Infektion erneut Todesursache war. Wann ein Ergebnis feststeht, ist einer Kliniksprecherin zufolge noch nicht bekannt.
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