Vermischtes

Personal an Berliner DRK Kliniken im Streik

  • Mittwoch, 14. Januar 2026
/picture alliance, Eibner-Pressefoto, Florian Wiegan
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Berlin – Teile des Pflegepersonals und andere Beschäftigte an den vier Berliner DRK Kliniken sind am Morgen in einen Streik getreten.

Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für gestern und heute richtete sich an das gesamte Personal außer den Ärzten, insgesamt rund 2.500 Beschäftigte, darunter auch Therapeuten und Handwerker. Wie viele sich tatsächlich beteiligten, stand zunächst nicht fest. Der Ausstand habe aber zu Einschränkungen in der Versorgung geführt, teilte eine Verdi-Sprecherin mit.

Die Arbeitgeberseite hatte gegen den Arbeitskampf eine einstweilige Verfügung vor dem Berliner Arbeitsgericht eingereicht. Dort einigten sich beide Seiten am Abend auf ein Konzept für eine verbindliche Mindestbesetzung und Quotenregelungen für die Zeit des Streiks.

Die Arbeitgeberseite hatte Verdi zuvor vorgeworfen, die von der Gewerkschaft vorgeschlagene Notdienstvereinbarung gefährde die Versorgung der Patienten. Verdi betonte hingegen, mit derselben Notdienstverordnung sei schon vor zwei Jahren gestreikt worden und es habe keine Probleme gegeben.

Mit dem Vergleich vor dem Arbeitsgericht dürfte der Ausstand heute wie geplant weitergehen. Die Gewerkschaft fordert Entgelterhöhungen von fünf Prozent im Jahr 2026 und weiteren fünf Prozent im Jahr 2027.

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den DRK Kliniken laufen seit Juli 2025, Ende Dezember 2025 endete die Friedenspflicht. Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung.

dpa

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