Politik

Pflegebeauftragter für mehr Bundeseinfluss bei Digitalisierung

  • Montag, 4. Februar 2019
/Picture-Factory, stock.adobe.com
/Picture-Factory, stock.adobe.com

Berlin – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, unterstützt einen stärkeren Einfluss des Bundes auf die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens.

„Die Selbstverwaltung hat sich lange genug im Kreis gedreht, jetzt muss der Staat das Heft in die Hand nehmen“, sagte er in Berlin. Auch für die Digitalisierung der Pflege werde ein sicheres Netz gebraucht.

Die lange versprochene Telematikinfrastruktur (TI) müsse endlich kommen. Daher sei der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) richtig und überfällig, um Blockaden aufzulösen.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) soll nach Plänen der Großen Koalition 51 Prozent an der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheits­karte übernehmen, die mit dem Aufbau der TI betraut ist. Der Vorstoß hat bei Krankenkassen und Ärzten heftigen Protest ausgelöst.

Zuletzt hatte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, davor gewarnt, die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen mit einem „staatsdirigistischen Eingriff“ auszuhebeln.

Der Bundesrechnungshof hatte empfohlen, die „Allzuständigkeit“ der gematik zu durchbrechen. 15 Jahre nach Beginn des Datenautobahn-Projekts sei nur ein Teil der Praxen angeschlossen. Die Anbindung verzögert sich auch wegen fehlender Geräte.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung