Positiver Hantavirustest: Gesundheitsministerium in Frankreich beruft Expertensitzung ein

Paris – Bei einem französisch-argentinischen Staatsbürger, der sich im Juli als Tourist in Frankreich aufgehalten hatte, ist eine Infektion mit dem Hantavirus festgestellt worden. Nach dem Aufenthalt in Frankreich sei der Patient mit seiner Familie in Spanien isoliert worden, teilte das französische Gesundheitsministerium gestern mit.
Er habe nur leichte Symptome gezeigt und sei mittlerweile symptomfrei. Es würden „alle Maßnahmen“ ergriffen, um die einzelnen Stationen seiner Reise nachzuverfolgen, teilte das Ministerium mit. Zudem laufe derzeit die Abstimmung auf europäischer Ebene.
Den Angaben zufolge wurde bei dem Touristen die Anden-Variante des Virus nachgewiesen, das auch für den Ausbruch auf der „MV Hondius“ verantwortlich gewesen war. Es handelt sich um den einzigen Hantavirusstamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist.
Das Gesundheitsministerium in Paris berief gestern Nachmittag eine Sitzung mit Experten ein, um über das weitere Vorgehen in dem Fall zu beraten.
Die französischen Behörden machten keine Angaben zu einer Verbindung des Falls mit dem Hantavirusausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ im Mai, in dessen Verlauf drei Menschen verstarben – und sich mindestens 13 Menschen ansteckten.
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