Politik

Prien kündigt Konzept für Familienpflegegeld an

  • Mittwoch, 30. September 2026
Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend /picture alliance, Michael Kappeler
Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend /picture alliance, Michael Kappeler
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Berlin – Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will im kommenden Jahr ein Konzept für ein Familienpflegegeld in Anlehnung an das Elterngeld präsentieren. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie, sie werde dazu im ersten Halbjahr 2027 einen Vorschlag vorlegen. „Wir sind mitten in den Vorbereitungen – und ich hoffe, dass die Haushälter dem auch zustimmen.“

Angedacht ist eine Lohnersatzleistung für Menschen, die vorübergehend aus dem Job aussteigen, um Angehörige zu pflegen. Der Großteil der Pflegebedürftigen in Deutschland wird im familiären Umfeld zu Hause versorgt. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD nur vage festgehalten: „Wir prüfen, wie perspektivisch ein Familienpflegegeld eingeführt werden kann“. Prien hatte im vergangenen Jahr auch betont, eine solche Leistung könne nur kommen, wenn die wirtschaftliche Lage das zulasse.

Auf die Frage, ob das Projekt angesichts der Haushaltsnot beerdigt werden müsse, sagte Prien nun: „Keineswegs. Ich halte daran fest.“ Eine Familienpflegezeit würde zunächst zusätzliche Kosten verursachen. Doch diese würden sich schnell wieder amortisieren.

In Studien zeige sich, dass eine gut konzeptionierte finanzielle Unterstützung für Pflegende dazu führe, dass sie unterm Strich mehr arbeiten könnten – mit entsprechenden positiven volkswirtschaftlichen Effekten.

„Frauen, die Angehörige pflegen, geraten bisher oft in die Teilzeitfalle, aus der sie nie mehr herauskommen“, sagte die Ministerin. „Können sie es sich aber finanziell leisten, für die Pflege eine gewisse Zeit ganz auszusteigen, verhindern wir das.“

kna

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