Pro & Contra: Die Sentinel-Node-Biopsie bleibt Standard beim frühen Mammakarzinom

München – Die Sentinel-Node-Biopsie ist ein Staging-Verfahren beim frühen Mammakarzinom, mit dem geklärt wird, ob bereits Lymphknotenmetastasen vorliegen. Die histologische Untersuchung der der Wächterlymphknoten ersetzt historisch die radikale axilläre Lymphknotendissektion (ALND), die über Jahrzehnte mit erheblicher Morbidität wie Lymphödem, Sensibilitätsstörungen und eingeschränkter Schulterfunktion verbunden war. Der entscheidende Fortschritt bestand in der Erkenntnis, dass die lymphogene Metastasierung geordnet über den Wächterlymphknoten erfolgt.
Die ACOSOG-Z0011-Studie zeigte 2011, dass bei ausgewählten Patientinnen mit ein bis zwei positiven Sentinel-Lymphknoten (SLN) und geplanter brusterhaltender Therapie plus Bestrahlung auf eine komplette Axilladissektion verzichtet werden kann, ohne dass sich das Gesamtüberleben verschlechterte (JAMA 2017; DOI: 10.1001/jama.2017.11470).
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