Medizin

Psoriasis-Gen identifiziert

  • Montag, 23. April 2012

Washington – Seltene Veränderungen des CARD14-Gens können zur häufigsten Form der Psoriasis, der so genannten Plaque-Psoriasis führen. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Anne Bowcock vom Department of Genetics der Washington University School of Medicine. Sie publizierten ihre Ergebnisse im American Journal of Human Genetics (doi:10.1016/j.ajhg.2012.03.012).

Die Plaque-Psoriasis ist für etwa 80 Prozent der Psoriasis-Fälle verantwortlich. Sie ist charakterisiert durch trockene, erhabene, rote Flecken, die mit silbernen Schuppen bedeckt sind. Häufig gehen Juckreiz und Schmerzen mit den Effloreszenzen einher. 

Schuppenflechte entwickelt sich oft nach der Exposition gegenüber einem umweltbezogenen Trigger, beispielsweise einer Infektion, Rauchen oder einer Verletzung der Haut.

Die Ergebnisse der Studie weisen daraufhin, dass Mutationen des CARD14-Gens gleichzeitig mit der pustelartigen Form der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis einhergehen können.

Die Forscher analysierten in ihrer Studie mithilfe von DNA-Sequenzierungsmethoden die DNA von Familien, in denen die Plaque-Psoriasis gehäuft vorkam. So konnten sie entdecken, dass eine seltene CARD14-Mutation in Zusammenhang mit der Erkrankung auftrat.

Neben der Mutation des CARD14-Gens in Familien mit Plaque-Psoriasis konnten die Wissenschaftler durch den Vergleich von 6.000 Personen mit Psoriasis und 4.000 gesunden Kontrollprobanden und deren DNA weitere Mutationen des Gens entdecken, die eine Psoriasis verursachen könnten.

Die Forscher schlossen, dass ihre Ergebnisse zu einem tieferen Verständnis der Ätiologie der Psoriasis beitragen und möglicherweise den Weg für neue Therapiemaßnahmen ebnen.

hil

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