RKI veröffentlicht Rahmenkonzept zum Umgang mit Ebolafieber

Berlin – Anlässlich der in Westafrika weiter grassierenden Ebola-Seuche hat das Robert Koch-Institut (RKI) Anfang Dezember ein Rahmenkonzept zum Umgang mit dem Fieber in Deutschland veröffentlicht. Es bündelt vorhandene Informationen, Empfehlungen und Regelungen zum seuchenhygienischen und klinischen Management von Ebola-Erkrankungen und beleuchtet Aspekte der Diagnostik, Behandlung und Umgang mit Kontaktpersonen.
„Das Risiko einer Einschleppung von Ebola-Fieber durch Reisende nach Deutschland ist sehr gering“, heißt es in dem Konzept. Dennoch sei nicht vollständig auszuschließen, dass infizierte Personen unerkannt einreisen und dadurch auch in Deutschland eine geringe Anzahl von Sekundärinfektionen auftreten könnten. Darauf sei die Bundesrepublik jedoch gut vorbereitet. „Die Behandlungskapazitäten für hochansteckende und lebensbedrohliche Erkrankungen in Deutschland sind höher als in jedem anderen Industriestaat“, so das Institut.
Das Rahmenkonzept soll helfen, potenzielle Ebola-Infektionen in Deutschland besser zu erkennen, zu bewerten und zu bewältigen. „Je frühzeitiger und stringenter Verdachtsfälle abgeklärt und seuchenhygienische Maßnahmen ergriffen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sekundärfälle vermieden werden können“, heißt es in dem Papier.
Die Broschüre entstand unter Mitwirkung der Landesgesundheitsbehörden sowie verschiedener medizinischer Fachgesellschaften und Institute. Sie richtet sich in erster Linie an den öffentlichen Gesundheitsdienst sowie an medizinisches Fachpersonal in der klinischen, ambulanten und rettungsdienstlichen Versorgung.
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