Ausland

Rotes Kreuz beklagt Angriffe auf Ebola-Helfer im Kongo

  • Dienstag, 25. August 2026
Mitarbeiter Rotes Kreuz Kongo Ebola
/picture alliance, REUTERS, Gradel Muyisa Mumbere
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Genf – Das Rote Kreuz hat Angriffe auf Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo verurteilt, die am Kampf gegen die Ebolaepidemie beteiligt waren.

„Angriffe auf ehrenamtliche Helfer und humanitäres Personal sind inakzeptabel“, erklärten die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie die nationalen Rotkreuz-Organisationen im Kongo und in Uganda. Bei den Angriffen in der vergangenen Woche waren den Angaben zufolge sechs Mitarbeiter verletzt worden.

Ein Konvoi des ugandischen Roten Kreuzes wurde nach Angaben der Hilfsorganisationen am 17. August in der ostkongolesischen Provinz Ituri mit Steinen attackiert, wobei ein Mitarbeiter schwer verletzt wurde. Am 18. August gab es zwei Verletzte bei einem Angriff auf Helfer in der Provinz Haut-Uele, die eine Bestattung vornahmen. Am 19. August wiederum wurden drei Helfer in der Provinz Nord-Kivu attackiert und verletzt.

Insgesamt seien seit Ausrufung der Epidemie Mitte Mai zwölf Helfer bei elf gewaltsamen Zwischenfällen verletzt worden, erklärten die Organisationen. „Jeder verletzte Helfer und jedes beschädigte Fahrzeug oder Ausrüstungsteil verringert die Möglichkeiten zur Bereitstellung medizinischer Notfallversorgung und humanitärer Hilfe, was weitere Menschenleben in Gefahr bringt und die Eindämmung der Epidemie erschwert.“

Unter anderem bei Bestattungen von Ebolainfizierten kommt es immer wieder zu Konflikten. Weil auch Leichen weiterhin ansteckend sein können, müssen Beisetzungen oft unter Bewachung stattfinden, um die Angehörigen von den sterblichen Überresten fern zu halten.

Der Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet.

Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten des zentralafrikanischen Landes, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist. Vergangene Woche hatte die UNO erklärt, dass bereits mehr als 2.500 Menschen im Kongo an Ebola gestorben sind. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.

afp

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