Kleinräumige Bedarfsplanung: KV Bremen kritisiert Forderung der Linken

Bremen – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen sieht in der Forderung nach einer kleinräumigen Bedarfsplanung, wie sie in einem Strategiepapier von der Fraktion Die Linke angeregt wurde, keinen Nutzen für die ärztliche Versorgung in Bremen und Bremerhaven.
„Eine Bedarfsplanung auf Stadtteil- oder Ortsteilebene mag bürokratisch attraktiv wirken, doch woher sollen die Ärzte kommen, wenn es sie nicht in ausreichender Zahl gibt“, erklärten dazu Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans vom Vorstand der KV Bremen. „Eine Verkleinerung der Planungsregionen motiviert niemanden, sich in Bremen oder Bremerhaven niederzulassen.“
Eine kleinteiligere Planung schaffe keine zusätzlichen Ärzte, betonte der KV-Vorstand. Der bestehende bundesweite Ärztemangel könne nicht durch eine noch engere regionale Betrachtung überwunden werden.
„In keinem anderen Bundesland wird die Forderungen nach einer kleinräumigen Bedarfsplanung so vehement vorgetragen. Man muss sich schon wundern, warum dieses Thema ausgerechnet im kleinsten Bundesland aus der Mottenkiste geholt wird“, so Rochell und Josenhans.
Die KV Bremen lege seit Jahren konstruktive Vorschläge vor, wie Bremen und Bremerhaven die Rahmenbedingungen für Ärzte, Psychotherapeuten und Praxismitarbeiter verbessern kann. Dazu fänden sich beispielsweise konkrete Maßnahmen in einem Zukunftspapier der KV.
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