Ärzteschaft

Mehr Sprachprüfungen für ausländische Mediziner in Sachsen-Anhalt

  • Montag, 23. Juni 2025
/arrowsmith2, stock.adobe.com
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Magdeburg – In Sachsen-Anhalt absolvieren immer mehr ausländische Mediziner eine Fachsprachenprüfung. 2023 seien 315 und im vergangenen Jahr 307 Erstprüfungen abgelegt worden, teilte die Ärztekammer in Magdeburg (ÄKSA) auf Nachfrage mit.

Das sei ein deutlicher Anstieg nach 256 im Jahr 2022, 2019 seien 203 Prüfungen absolviert worden. Die meisten Prüfungen wurden bestanden, wie die Zahlen weiter zeigen: Im vergangenen Jahr waren es 289, 141 Prüfungen wurden nicht bestanden, 133 wiederholt.

Seit 2015 müssen ausländische Ärztinnen und Ärzte, die ihren Beruf in Sachsen-Anhalt ausüben wollen, einen Deutschsprachtest bei der Ärztekammer ablegen.

Dazu gehören etwa ein Arzt-Patienten-Gespräch, bei dem ein Schauspieler die Rolle des Patienten übernimmt und ein Dokumententeil, bei dem die Prüflinge etwa mit Arztbriefen, Befunden, einem Anruf aus dem Labor und Fachtermini umgehen und diese einem Patienten vermitteln müssen.

Die Fachsprachenprüfung für ausländische Mediziner bewährt sich aus Sicht der Ärztekammer. Eine gute Kommunikation sei eine wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Behandlungsverhältnis, erklärte eine Kammersprecherin.

Man führe eine sehr praxisorientierte Prüfung durch, um festzustellen ob der Prüfling mit Patienten und ärztlichen Kollegen kommunizieren könne. „Wir sind davon überzeugt, dass durch diese praxisorientierte Prüfung der Sprachkenntnisse mögliche Kommunikationsprobleme in der Praxis vermieden werden.“

Die häufigsten Herkunftsländer der Ärztinnen und Ärzte in den Fachsprachenprüfungen waren zuletzt Aserbaidschan, Syrien, Libyen, die Ukraine und die Türkei.

In Sachsen-Anhalt arbeiteten zum Jahresende 2024 laut der Ärztekammer rund 1.900 ausländische Ärzte, Ende 2022 waren es noch rund 1.670 gewesen.

dpa

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