Ärzteschaft

Neue S3-Leitlinie Hodentumor vorgestellt

  • Dienstag, 20. November 2018
Das Seminom ist die häufigste Form von Hodenkrebs. /Kateryna_Kon, stockasobecom
/Kateryna_Kon, stockasobecom

Berlin – Eine neue Leitlinie auf dem Niveau S3 zum Thema Hodenkrebs ist im Leitlinienprogramm Onkologie erschienen. Darauf hat die Deutsche Krebsgesellschaft hingewiesen. Experten, aber auch Betroffene und Interessierte sind eingeladen, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise mit dem dafür vorgesehenen Kommentierungsbogen bis zum 20. Dezember 2018 abzugeben.

Die Leitlinie deckt das gesamte Versorgungsspektrum von der Primärprävention bis zur Nachsorge und Rehabilitation ab. Dazu enthält sie mehr als 160 Empfehlungen. Mehr als 50 Fachexperten haben dafür die verfügbaren Studien gesichtet.

Keimzelltumoren des Hodens sind bei 20- bis 40-jährigen Männern die häufigste Tumorerkrankung. Rund 4.000 Männer erhalten jedes Jahr in Deutschland diese Diagnose. „Die interdisziplinäre Kooperation ist eine enorm wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg, vor allem für eine Verbesserung der Therapiesteuerung in den metastasierten Hochrisiko- und Rezidivgruppen“, hieß es aus der Krebsgesellschaft.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Tumorerkrankung habe sich in den vergangenen Jahren durch Therapiefortschritte stark verbessert und sei mittlerweile „für die frühen Stadien exzellent und für die höheren Stadien gut“.

An der evidenzbasierten und interdisziplinären S3-Leitlinie haben 30 Fachgesell­schaften und Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit­gearbeitet. Das Projektmanagement sowie die wissenschaftliche Arbeit lag bei der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Projektleiter waren Sabine Kliesch, Münster, und Peter Albers, Düsseldorf.

Das Leitlinienprogramm Onkologie ist eine gemeinsame Initiative der Arbeits­gemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe. Es umfasst mittlerweile 23 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen.

hil

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