Öffentlicher Gesundheitsdienst für Verbot von Silvesterfeuerwerk

Berlin – Ein Verbot von Silvesterfeuerwerken fordert der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD). „Silvesterfeuerwerke verursachen jedes Jahr viele vermeidbare Verletzungen und Gesundheitsstörungen“, erläuterte der Vorsitzende des Verbandes, Johannes Nießen.
Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahreswechsel ohne Feuerwerk sind laut dem Verband positiv: So habe es ohne Feuerwerk deutlich weniger Augenverletzungen gegeben – laut einer Umfrage der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) seien diese durch das Böllerverbot um rund 80 Prozent zurückgegangen.
Das bundesweite Verkaufsverbot von Feuerwerk habe bei den vergangenen beiden Jahreswechseln laut der Deutschen Umwelthilfe auch die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht deutlich reduziert, so der BVÖGD.
„Diese können bei AsthmatikerInnen und anderen schwere Atemwegsreizungen auslösen“, warnte die stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Kristina Böhm.
Der BVÖGD hat sich daher einer Initiative der Deutschen Umwelthilfe für ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerken angeschlossen.
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