Ärzteschaft

S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom aktualisiert

  • Montag, 26. März 2018
/decade3d, stock.adobe.com
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Berlin – Die S3-Leitlinie zur Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms ist aktualisiert worden. Darauf hat das Leitlinienprogramm Onkologie heute aufmerksam gemacht.

Die aktualisierte Version, die unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie der Deutschen Krebsgesellschaft entstand, greift unter anderem neue Therapieprinzipien beim Vorliegen bestimmter Genverän­derungen im Tumor sowie die Neuentwicklungen in der immunologischen Tumor­therapie auf. Weitere Änderungen betreffen die Kapitel zur Früherkennung des Lungenkarzinoms, seine Stadieneinteilung, seine pathologisch-anatomische Diagnostik sowie die Aufklärung von Patienten mit Lungenkrebs.

Bei Patienten mit einem nicht heilbaren Lungenkarzinom empfiehlt die Leitlinie außerdem eine frühzeitige palliativmedizinische Versorgung. „Das ist deshalb so wichtig, weil 40 Prozent aller Patienten mit Lungenkarzinom bereits zum Diagnose­zeitpunkt Fernmetastasen aufweisen“, sagte Dieter Ukena, Koordinator der aktua­lisierten Leitlinie. Er wies darauf hin, dass die frühzeitige Integration der Palliativ­versorgung nachweislich die Lebensqualität der Betroffenen verbessere und die Zahl der Depressionen senke.

Lungenkrebs zählt zu den häufigen Krebsarten. 2014 erkrankten in Deutschland knapp 35.000 Männer und mehr als 19.000 Frauen daran. Aufgrund der demografischen Entwicklung und steigender Inzidenzraten bei den Frauen prognostizieren Experten einen Anstieg der Erkrankungsfälle bis 2020.

EB

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