Ärzteschaft

Sachsen-Anhalt investiert in angehende Ärzte

  • Dienstag, 11. März 2025
Medizinstudium Praktisches Jahr
/SneakyPeakPoints, peopleimages.com, stock.adobe.com

Magdeburg/Halle – In Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen Monaten Dutzende Medizinstudierende von einer erhöhten Aufwandsentschädigung im Praxisjahr profitiert. Die angehenden Ärzte könnten sich so stärker auf ihre Ausbildung konzentrieren, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Politiker sieht darin eine strategische Investition in die Zukunft der medizinischen Versorgung in Sachsen-Anhalt.

Für Medizinstudierende im Praktischen Jahr wird an den Universitätskliniken in Halle und Magdeburg seit April 2024 eine Aufwandsentschädigung gezahlt, die dem BAföG-Höchstsatz entspricht – er liegt aktuell bei 992 Euro im Monat. Auch weitere Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt haben die Regelung übernommen, etwa das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau. Dort erhalten die Studenten zudem ein kostenloses Mittagessen.

„Sachsen-Anhalt ist da vorangegangen“, sagte FDP-Gesundheitspolitiker Konstantin Pott. Das werde von den Studierenden wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die Vergütung ist in Deutschland bisher uneinheitlich geregelt. In manchen Krankenhäusern erhalten die Studierenden gar kein Geld.

Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte von je 16 Wochen in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin oder in einem Wahlfach aus den klinisch-praktischen Fachgebieten.

An der Medizinischen Fakultät Magdeburg wurden 2024 insgesamt 175 Ausbildungsabschnitte am Uniklinikum Magdeburg absolviert, in Halle waren es insgesamt 197 am dortigen Uniklinikum. Die Kosten für die Aufwandsentschädigung werden vom jeweiligen Universitätsklinikum getragen.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung