Ärzteschaft

Sechs von zehn Nachwuchsärzten in Hessen sind Frauen

  • Mittwoch, 16. November 2016

Frankfurt – Einen Blick auf die neue Ärztegeneration ermöglicht das Weiterbildungs­register der Landesärztekammer Hessen. Jetzt liegt die abschließende Auswertung der Daten des Jahres 2015 vor. Danach war mit 59 Prozent die Mehrheit der 2015 5.433 gemeldeten Ärzte in Weiterbildung weiblich. Der Altersdurchschnitt aller Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung betrug 35 Jahre. Die meisten von ihnen arbeiteten im stationären Bereich (84 Prozent). Neun Prozent waren im ambulanten Bereich und sieben Prozent in „sonstigen Einrichtungen“ tätig, zum Beispiel in der Industrie oder bei einer Behörde.

Wie bereits in den Vorjahren ist die Innere Medizin die beliebteste Fachrichtung beim Ärztenachwuchs: 29 Prozent der Ärzte in Weiterbildung in Hessen werden Internisten, gefolgt von der Chirurgie mit 17 Prozent und Anästhesiologie mit zehn Prozent. Fach­ärzte für Allgemeinmedizin werden 5,4 Prozent der Ärzte in Weiterbildung.

Damit sind die Weiterbildungsressourcen in der Allgemeinmedizin laut der Ärztekammer nicht ausgeschöpft. Die Verteilung der Fachgebiete in der Weiterbildungsphase gestatte aber keine unmittelbare Prognose für eine spätere Berufstätigkeit der Ärzte, sagte der hessische Ärztekammerpräsident, Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

Das Register belegt auch den steigenden Anteil ausländischer Ärzte: Anfang Oktober 2015 kamen 22 Prozent der Ärzte in Weiterbildung in Hessen aus dem Ausland. „2013 waren es noch 17 Prozent“, berichtet die Kammer.

hil

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