Medizinischer Fakultätentag fordert Reform der mündlichen Prüfungen
Berlin – Kürzere mündliche Prüfungen hat der Medizinische Fakultätentag (MFT) in einer Resolution gefordert. Eine Überlastung der Studierenden senke die hohe Qualität des Studiums und mache die Ergebnisse der Prüfungen unter Umständen angreifbar, sagte der MFT-Präsident Dieter Bitter-Suermann. Untersuchungen zeigten, dass längere Prüfungszeiten nicht zu besseren Noten führten, da die Leistungsfähigkeit der Studierenden nachlasse.
Nach der derzeit gültigen Ärztlichen Approbationsordnung enthält der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1) einen strukturierten mündlich-praktischen Teil. Dadurch werden die Fächer Anatomie, Biochemie/Molekularbiologie und Physiologie gemeinsam geprüft. Die festgeschriebenen Zeiten von mindestens 45 Minuten je Prüfling ergeben eine reine Prüfungszeit von drei bis vier Stunden bei vier Studierenden.
Im Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2) erstreckt sich der praktisch-mündliche Teil über zwei Tage. Die Prüfer aus den Fächern Innere Medizin und Chirurgie und des Wahlfachs müssen an beiden Tagen identisch und somit anwesend sein. Es drohe die Gefahr, dass Kommissionen aus Ressourcengründen mit Prüfern besetzt werden müssten, die über geringere pädagogische und fachliche Eignung verfügten, hieß es aus dem MFT.
„Wir schlagen dem Bundesgesetzgeber vor, die mündlichen Prüfungszeiten zu reduzieren und den klinische Prüfungsteil auf einen Tag zu komprimieren“, sagte Bitter-Suermann.
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