Neues EU-Projekt zur Behandlung chronischer neuropathischer Schmerzen

Essen – Einen therapeutischen Ansatz gegen chronische neuropathische Schmerzen, zum Beispiel nach Chemotherapien, entwickelt ein internationales Konsortium im Rahmen des Projektes „Resolve“. Die europäische ERA-NET-Neuron-Initiative fördert das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro für zwei Jahre. Davon fließen rund 350.000 Euro an den Forschungsstandort Essen.
Weltweit leiden schätzungsweise bis zu zehn Prozent der Bevölkerung an chronischen neuropathischen Schmerzen. Die Ursache dieser Schmerzen liegt im Nervensystem selbst: Geschädigte Nerven senden dauerhaft Schmerzsignale, auch ohne Auslöser.
Das Resolve-Konsortium will eine neue Therapie entwickeln, die Entzündungsprozesse gezielt beeinflusst, um schmerzverstärkende Mechanismen abzuschwächen und gleichzeitig Reparaturvorgänge im Nervensystem zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen extrazelluläre Vesikel, die von Stamm- und Bindegewebszellen freigesetzt werden und als natürliche Botenstoffe zwischen Zellen des Nervensystems wirken. Sie können Entzündungsreaktionen regulieren und das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen.
An Resolve beteiligen sich neben dem Universitätsklinikum Essen Arbeitsgruppen aus Großbritannien, Litauen, Rumänien und Kroatien.
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