Pränatale Sedativa-Exposition: Kein deutlich erhöhtes Risiko für psychische Störungen im Kindesalter

Suwon – Eine pränatale Exposition gegenüber Sedativa, das heißt Benzodiazepinen oder Benzodiazepinrezeptor-Agonisten (Z-Substanzen), geht einer südkoreanischen Registerstudie zufolge nicht mit einem deutlich erhöhten Risiko für entwicklungsneurologische oder psychische Störungen im Kindesalter einher (British Medical Journal 2026; DOI: 10.1136/bmj-2025-088671). Eine generelle Entwarnung kann man daraus aber nicht ableiten.
Die Studie basiert auf Krankenversicherungsdaten aus Südkoreas National Health Information Database (NHID), in der mehr als 97 % der südkoreanischen Bevölkerung registriert sind. Die Studienkohorte umfasste über 3,8 Millionen Kinder, die in den Jahren 2010–2020 geboren wurden. Bei 2,5 % der Kinder hatten die Mütter während der Schwangerschaft Sedativa verordnet bekommen, bei 3,9 % nur vor, aber nicht während der Schwangerschaft.
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