Politik

Grünen-Politiker Dahmen hält nationalen Hitzeschutzplan für notwendig

  • Montag, 10. August 2026
Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion /picture alliance, dts-Agentur
Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion /picture alliance, dts-Agentur
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Berlin – Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, hat angesichts der hohen Zahl hitzebedingter Todesfälle von der Bundesregierung einen nationalen Hitzeschutzplan angemahnt.

Dabei müsse ein einheitliches Alarmstufensystem eingeführt werden, das mit „konkreten verbindlichen Maßnahmen“ reagiere, forderte Dahmen heute im ARD-Morgenmagazin. „Das fehlt bisher, der Bundeskanzler legt hier die Hände in den Schoß.“

Es brauche einen Hitzeschutzplan, „der jetzt nicht nur einfach Tote statistisch zählt und dann letztlich im Zuständigkeitschaos zwischen Bund, Ländern und Kommunen schulterzuckend hinnimmt, dass die einfach gestorben sind“, sagte Dahmen. Er forderte zudem ein Investitionsprogramm für Hitzeschutz gerade für vulnerable Gruppen und das Gesundheitswesen.

Darüber hinaus müsse verbindlich geregelt werden, „dass es Notfallpläne überall dort gebe, wo Menschen besonders von Hitze gefährdet seien“, sagte Dahmen. Dies seien etwa Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen oder Krankenhäuser.

Der Bund müsse sich zudem um Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz kümmern, sagte Dahmen weiter. Es könne nicht sein, dass Deutschland „Verbrenner-Pkw mit Klimaanlagen“ ausstatten könne, „aber eben Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Universitäten, Kindergärten alle nicht“.

afp

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung