Vermischtes

Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Curevac durch Biontech

  • Dienstag, 14. Oktober 2025
/picture alliance, dts-Agentur
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Bonn – Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Pharmaunternehmens Curevac aus Tübingen durch den Wettbewerber Biontech aus Mainz genehmigt.

„Die Forschungspipelines von Biontech und Curevac für Arzneimittel weisen keine erheblichen Überschneidungen auf“, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt heute. „Eine Beschränkung des Innovationswettbewerbs durch die Fusion ist nicht zu erwarten.“

Biontech und Curevac hatten beide im Zuge der Coronapandemie an der Entwicklung von Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie gearbeitet. Während Biontech mit seinem Mittel Comirnaty enormen Erfolg hatte, schaffte es Curevac trotz staatlicher Förderung nicht, einen Impfstoff zur Zulassung zu bringen.

Im Juni kündigte Biontech an, den Wettbewerber für mehr als eine Milliarde Euro übernehmen zu wollen. Zusammen wollen beide Unternehmen vor allem an neuen Medikamenten gegen Krebs arbeiten, ebenfalls auf mRNA-Basis.

Im Hinblick auf die Technologie gebe es zwar Überschneidungen bei den beiden Unternehmen, erklärte das Bundeskartellamt. „Angesichts umfassender Forschungsaktivitäten großer und weltweit tätiger Wettbewerber in diesem Bereich“ hab die Behörde aber keine Wettbewerbsbedenken.

Tatsächlich sei es so, dass Biontech in dem Bereich „über eine Vielzahl an teilweise weit fortgeschrittenen Forschungsprojekten verfügt“, während Curevac aktuell nur „wenige Wirkstoffkandidaten in präklinischen oder frühen klinischen Studienphasen“ aufzuweisen habe.

afp

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