Vermischtes

Gericht verbietet Werbung für Abnehmspritze

  • Dienstag, 4. März 2025
/picture alliance, Sascha Steinach
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München – Das Landgericht München I hat einer Onlineapotheke die Werbung für die sogenannte Abnehmspritze verboten. Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) hatte gegen die in den Niederlanden ansässige Onlineapotheke geklagt, weil diejenigen, die die Spritzen dort bestellten, vorher lediglich einen Fragebogen ausfüllen mussten.

Die Onlineapotheke gab vor Gericht an, dieses Vorgehen sei zulässig und verstoße nicht gegen das Heilmittelwerbegesetz. Ein Fragebogen, der dann vor der Verschreibung von einem – in diesem Fall nicht in Deutschland ansässigen – Arzt überprüft werde, sei eine zulässige Fernbehandlung.

Das Gericht sah das allerdings anders: „Die Fernbehandlung von Adipositas mittels Ausfüllens eines Fragebogens entspricht nämlich nicht allgemein anerkannten fachlichen Standards“, entschied die zuständige Kammer. „Vielmehr ist vor der Verschreibung einer Abnehmspritze ein persönlicher ärztlicher Kontakt mit dem zu behandelnden Menschen erforderlich.“

Außerdem sei auch eine regelmäßige Nachsorge und Überwachung der Behandlungsergebnisse – also der Gewichtsreduktion – wichtig. Diese erfordere zwingend einen persönlichen Kontakt zum Patienten. Und diesen könnten weder die Onlineapotheke noch die Ärzte, die die Spritze in ihrem Auftrag verschreiben, gewährleisten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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