Rückstellungen belasten Gewinn von Bayer
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat wegen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten um ein Verhütungsmittel und anderer Sonderlasten 2012 weniger Geld verdient. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging auf Jahressicht um 4,6 Prozent auf 3,96 Milliarden Euro zurück, wie Bayer am Donnerstag in Leverkusen mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Plus von 2,4 Milliarden Euro. Das war ein Prozent weniger als 2011. Der Konzernumsatz kletterte im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent auf 39,76 Milliarden Euro, den höchsten Umsatz der Firmengeschichte.
Bayer sei dynamisch gewachsen und habe seine Ziele erreicht, sagte Vorstandschef Marijn Dekkers. „Alle Teilkonzerne haben beim Umsatz und beim bereinigten Ergebnis zugelegt”, erklärte er. Für das Jubiläumsjahr 2013, in dem der Konzern sein 150-jähriges Bestehen feiert, zeigte er sich zuversichtlich. „Wir erwarten für 2013 und darüber hinaus eine Fortsetzung des Rekordkurses”, sagte Dekkers.
Allein für Klagen in den USA im Zusammenhang mit dem Verhütungsmittel Yaz und Yasmin hatte Bayer im vergangenen Jahr 1,18 Milliarden Euro zurückgestellt. Hinzu kamen nach Konzernangaben auch noch unter anderem 396 Millionen Euro für Umbauten im Unternehmen.
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