Sartorius will weiter zulegen

Göttingen – Der Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius will in diesem Jahr an seine jüngste Erholung anknüpfen und weiter zulegen. „Für 2026 erwarten wir weiter profitables Wachstum“, sagte Vorstandschef Michael Grosse bei der Vorlage der vorläufigen Bilanz für 2025.
So soll der währungsbereinigte Umsatz um rund fünf bis neun Prozent steigen, mitgerechnet sind der jüngste Zukauf des Mikrogewebespezialisten Mattek sowie US-Zölle. Die operative Rendite soll auf etwas mehr als 30 Prozent steigen. Zuletzt lag sie bei 29,7 Prozent. Auch in den kommenden Jahren rechnet Grosse mit weiterem Wachstum.
„Unsere Branche ist zurück auf Kurs, hat ihr langfristiges Wachstumsniveau aber noch nicht vollständig erreicht.“ Das gelte vor allem bei der Nachfrage nach Anlagen und Instrumenten. Denn bei Neuinvestitionen hielten sich die Unternehmen weiter zurück.
Zuletzt profitierte das MDax-Unternehmen vor allem vom Wiederanziehen des Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien, das nach dem Coronaboom förmlich eingebrochen war. Das sei derzeit der Haupttreiber des Wachstums, sagte Grosse. Aber auch das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten erholte sich von einem Nachfrageknick. Die neuen US-Zölle habe Sartorius bisher weitgehend an seine Kunden weitergeben können.
Im Jahr 2025 steigerten die Göttinger ihren Erlös um rund fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich schwoll der Gewinn auf 154,9 Millionen Euro an, ein Jahr zuvor waren es 84 Millionen gewesen. „Für Sartorius war es ein erfolgreiches Jahr“, sagte Grosse. „Wir haben unsere Umsatz- und Profitabilitätsziele zuverlässig erreicht und sind sehr zufrieden.“
Der Göttinger Pharma- und Laborzulieferer hatte in der Coronapandemie von einer starken Nachfrage etwa für die Produktion von Impfstoffen profitiert. Danach litt das Unternehmen aber unter dem Abflauen des Booms, hohen Lagerbeständen bei Kunden, die inzwischen aber abgebaut sind.
Sartorius hatte mit Einsparungen reagiert und auch Personal abgebaut. Inzwischen wächst die Belegschaft wieder: 2025 kamen mehr als 500 Stellen hinzu, die Belegschaft wuchs wieder auf etwas mehr als 14.000 Mitarbeitende. Vor allem in der Produktion wurden Leute eingestellt.
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