Schlafmangel führt schon nach wenigen Wochen zur Gewichtszunahme

New York – Schlafmangel könnte langfristig die Entwicklung einer Adipositas fördern. In 2 experimentellen Studien führte eine Verkürzung des Schlafs bereits nach 6 Wochen zu einer Zunahme des Körpergewichts, die den Ergebnissen zufolge mit einem Anstieg der sitzenden Tätigkeiten assoziiert war (Annals of Internal Medicine 2026; DOI: 10.7326/ANNALS-25-01660).
Frühere epidemiologische Studien hatten einen Schlafmangel bereits mit einem erhöhten Adipositasrisiko in Verbindung gebracht. Als mögliche Mechanismen werden eine verringerte Glukosetoleranz und Insulinsensitivität, erhöhte abendliche Kortisolkonzentrationen, ein Anstieg des „Hungerhormons“ Ghrelin und die verminderte Produktion des „Sättigungshormons“ Leptin diskutiert. Da die meisten Menschen bereits im jüngeren Alter zu wenig Schlaf bekommen, könnte dies ein wichtiger Auslöser der derzeitigen Adipositasepidemie sein.
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