Schleswig-Holstein unterstützt Uniklinik mit 40 Millionen Euro für Schuldenabbau
Kiel – Mit einem zinslosen Darlehen von 40 Millionen Euro will das Land Schleswig-Holstein in diesem Jahr dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein beim Schuldenabbau helfen. Mit dem Darlehen könne das Klinikum fällige Kredite bedienen und zugleich Zinsen sparen, erläuterte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) heute in Kiel.
Das Land hatte bereits 2016 zinslose Darlehen in Aussicht gestellt: Für 2018 und 2019 je 40 Millionen Euro und für 2020 noch einmal 20 Millionen – sofern das UKSH unter anderem ein positives operativen Ergebnisse erwirtschafte. 2016 machte das UKSH noch ein operatives Defizit von zehn Millionen Euro. Für 2017 rechnet das UKSH nach Angaben seines Sprechers mit einer schwarzen Null als Endergebnis. Insgesamt hat das Uniklinikum mit seinen beiden Standorten Lübeck und Kiel etwa 370 Millionen Euro Schulden.
Heinold betonte, das UKSH erfülle die Voraussetzungen für die Unterstützungsmaßnahmen. Ihm sei neben einem positiven operativen Ergebnis insbesondere wichtig, dass man die Arbeitsbedingungen des Personals im Blick habe. Der Landtag hatte festgelegt, das Sanierungskonzept dürfe zu keiner weiteren Arbeitsverdichtung über das damalige Konzept hinaus führen.
Wegen des Darlehens muss das Land seinen 2018 geplanten eigenen Schuldenabbau von rund 185 auf 145 Millionen Euro reduzieren. Dieser Schritt werde mit der Nachschiebeliste für den Landesetat umgesetzt. „Mein Ziel ist es, den Landtagsbeschluss von 2016 umzusetzen und das UKSH auch 2019 und 2020 mit zinslosen Darlehen zu entlasten“, sagte Heinold.
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