Lesefrüchtchen

Schweinegrippen-Filz

  • Mittwoch, 9. September 2009

Diesmal macht Novartis das Geschäft. Die Bundesländer bestellen 18 Millionen Dosen des Schweinegrippenimpfstoffes - und das, obwohl die Ländergesundheitsminister Zweifel haben, dass die "Pandemie" so gefährlich ist wie lange behauptet. Vielleicht hat sich inzwischen herumgesprochen, dass die WHO die Pandemie-Kriterien beizeiten aufgeweicht hatte.

Die Vertragsdetails über den Impfstoffkauf sind vertraulich. Das ist skandalös, handelt es sich doch um einen öffentlichen Auftrag. Das Gemauschel wird aber verständlich, wenn es stimmt, dass Novartis bis zu 40 Prozent höhere Preise nimmt als SmithKlineGlaxo (die in den Genuss der ersten Bestellung kamen), das spricht für eine undurchschaubare Preiskalkulation. Die erstaunliche Preisgestaltung offenbarte der "Spiegel", der in Heft 37 auch auf das Beziehungsgeflecht zwischen Paul-Ehrlich-Institut, Robert-Koch-Institut, der Stiko und den Impfstoffproduzenten aufmerksam macht.

Bezahlen für das, was die Länder bestellen, sollen die Krankenkassen. Sie müssten eigentlich laut protestieren. Immerhin wird sie die Impfaktion um die zwei Milliarden Euro kosten. Geld, das anderswo fehlt.

jachertz

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung