Sieben Prozent der Deutschen haben Blut gespendet

Berlin – Während fast 40 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2009 Geld spendeten, gaben nur sieben Prozent von ihrem Blut ab. Allerdings sind bei Blutspenden soziale und finanzielle Unterschiede offenbar nur von geringem Belang, es spendeten nahezu alle Schichten und Klassen gleich.
Das berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis des sogenannten Sozio-oekonomisches Panels (SOEP). Ein Faktor sei jedoch für Blut- und für Geldspenden gleichermaßen bedeutsam: „Menschen, die sich als glücklich bezeichnen, spenden generell öfter.
Man kann also sagen, dass Spender die glücklicheren Menschen sind“, erläuterte SOEP-Leiter Jürgen Schupp. Ob das höhere Glücksgefühl auf das Spenden zurückzuführen ist oder ob glücklichere Menschen eher bereit sind zu spenden, sei allerdings offen.
Laut der Auswertung spendeten im Osten acht Prozent aller Menschen Blut, im Westen nur sechs Prozent. „Eine mögliche Erklärung könnte die Praxis in der DDR gewesen sein. Dort gehörte das Blutspenden fest zum betrieblichen Gesundheitswesen. Es war normaler als in Westdeutschland“, sagte Eckhard Priller vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, der die Studie zusammen mit Jürgen Schupp verfasst hat.
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