Politik

Soziale Kompetenzen für Pflege-Führungs­kräfte besonders wichtig

  • Donnerstag, 26. September 2013

Bremen – Das Berufsbild der Führungskraft in der Pflege hat sich in den vergangenen Jahren verändert. „Die fachliche Expertise sowie betriebswirtschaftliches Know-how allein genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr“, sagte Barbara Mayerhofer von der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft.

Wegen einer hohen Fluktuations- und Krankheitsrate im Pflegebereich arbeiteten die Beschäftigten meist unter erschwerten Bedingungen und bewegten sich zunehmend auf dem schmalen Grat zwischen Qualität und Leistungsfähigkeit. Umso wichtiger sei es daher, für stationäre und ambulante Einrichtungen auf Führungsebene, die Motivation und die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.

Gleichwohl müssten sie die fachlichen Anforderungen des Pflegebereichs konsequent im Blick haben. „Heimleitungen, Pflegedienst-, Wohnbereichs- beziehungsweise Stations­leitungen sind gefordert, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das trotz schwieriger und auch belastender Rahmenbedingungen von den Pflegenden positiv empfunden wird“, so Mayerhofer. Aber Führungskräfte mit diesen Fähigkeiten seien bisher in Deutschland rar gesät.

Eine Möglichkeit, Führungskräfte zu rekrutieren, sieht Mayerhofer in der frühzeitigen Förderung eigener Mitarbeiter. Es biete sich daher an, Pflegefachkräfte über den Weg der Wohnbereichs- beziehungsweise Stationsleitung in die Führungsverantwortung zu nehmen. „Wer Führung in der Pflege übernehmen möchte, der braucht eine Basis. Und die erhält man nur durch jahrelange Berufserfahrung. Darauf kann man dann aufsatteln“, so Mayerhofer.

hil

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