Starkes Quartal: Fresenius wird optimistischer für Gewinn

Bad Homburg – Der Krankenhausbetreiber und Pharmahersteller Fresenius wird nach einem starken Quartal optimistischer für seine Geschäfte. Insbesondere der anhaltend gute Lauf bei biotechnologisch hergestellten Nachahmermedikamenten (Biosimilars) gibt dem DAX-Unternehmen Schwung. Aber auch das Klinikgeschäft konnte in dem Jahresviertel klar zulegen, wie Fresenius mitteilte.
Im dritten Quartal erwirtschaftete der Konzern mit 5,8 Milliarden Euro sechs Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) zog nominal um elf Prozent auf 638 Millionen Euro an, das bereinigte Konzernergebnis wuchs um 15 Prozent auf 403 Millionen Euro.
Fresenius profitiert von der Nachfrage nach Biosimilars. Auch die Kliniktochter Helios in Deutschland und Spanien steigerte Umsatz und Marge deutlich. Da Gesundheitssysteme weltweit unter finanziellem Druck stehen, spielen günstige Nachahmermittel eine wichtige Rolle für die Versorgung.
Schon 2025 war der Umsatz mit Biosimilars stark um 43 Prozent auf 871 Millionen Euro gestiegen, Fresenius erwartet weitere Zuwächse. Erst zuletzt hatte der Konzern verkündet, dass er das Geschäft mit Biosimilars über eine Partnerschaft mit dem chinesischen Auftragsfertiger WuXi Biologics ausbaut und seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett übernimmt.
Fresenius-Chef Michael Sen ist nun optimistisch, dass 2026 der um Sondereffekte bereinigte Kerngewinn je Aktie währungsbereinigt in der oberen Hälfte der Zielspanne von zehn bis 15 Prozent steigen wird.
Erst im Sommer hatte der Manager die Gewinnprognose angehoben. Im dritten Quartal war diese Kennziffer, aus der unter anderem der Beitrag der Beteiligung am Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) herausgerechnet ist, im Vergleich zum Vorjahr um zehn Cent auf 0,72 Euro gewachsen.
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