Steinmeier spendet eine Niere: Möglicher Denkanstoß
„Steinmeier spendet seiner Frau eine Niere“ (Bild), „Steinmeier zieht sich zeitweise aus Politik zurück“ (FAZ), „Steinmeier will das Leben seiner Frau retten“ – so lauteten heute die Schlagzeilen der Tageszeitungen. Mangels Alternativen werde er selbst der Organspender sein, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, der sich zu Recht viele Sympathien für diese Ankündigung erworben hat.
Auch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat Steinmeiers Engagement für seine Frau gelobt. Und gleichzeitig nutzte Rösler auch die Gelegenheit, für die Lebendspende zu werben. Denn die Bedeutung der Organspende ist nur selten ein Thema, mit dem man Schlagzeilen machen kann.
Deshalb könnte der prominente Organspender vielleicht tatsächlich dazu veranlassen, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, ob man selbst bereit wäre, Organe zu spenden und dies dann auch in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Die Wartelisten für lebensrettende Organe sind nämlich so lang, dass Lebendspenden nur für wenige Patienten ein Ausweg sein können.
Ich habe jedenfalls einen Ausweis ausgefüllt.
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