Streit um Notarztversorgung in Bayern beigelegt

München – Seit Jahren schwelt in Bayern ein Streit über die Abrechnung der Notarztversorgung. Zumindest für dieses Jahr ist die Finanzierung aber sichergestellt. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hingewiesen, die sich unter Vermittlung der Bayerischen Staatsministerien des Innern sowie für Umwelt und Gesundheit mit den Kostenträgern einigen konnte. Demnach gilt für das laufende Jahr eine Honorarvereinbarung, die die Bezahlung der geleisteten Einsätze garantiert. Die Vergütungsvereinbarung für 2014 soll zudem noch in diesem Herbst vorliegen.
Die KVB und die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Krankenkassenverbände werteten die Einigung als tragfähig. Die „Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte“ war an den Verhandlungen nicht beteiligt, aber auch sie sieht das Ergebnis vorsichtig optimistisch. Es sei ein „wesentlicher Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Vorsitzende des Notärzte-Verbandes, Peter Sefrin, im „Bayerischen Rundfunk“. Allerdings bleibe noch „ein Rest von Skepsis“.
Gleichzeitig wollen die bayerischen Krankenkassen sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weitere Mittel zur Verfügung, um strukturelle Defizite in der Notarztversorgung zu vermeiden. Damit soll der Notarztdienst insbesondere in einsatzschwachen Gebieten unterstützt werden.
So will die KVB mit gezielten Maßnahmen die Bereitschaft zur Mitwirkung von Ärzten im Rettungsdienst flächendeckend gewährleisten. „Damit ist die Grundlage gegeben, den Notarztdienst in Bayern dauerhaft sicherzustellen und zukunftsfähig zu gestalten“, heißt es dazu aus der KVB.
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