Medizin

Studie findet erhöhte Krebssterblichkeit in der Umgebung von Kernkraftwerken

  • Mittwoch, 25. März 2026
Atomkraftwerk San Onofre, USA
/picture-alliance, AP, Lenny Ignelzi

Boston – In den Counties, die sich in der Umgebung von einem der 54 US-Kernkraftwerke befinden, sterben mehr Menschen an Krebs als in anderen Teilen des Landes. Dies ist das Ergebnis einer ökologischen Studie, deren Ergebnisse in Nature Communications (2026; DOI: 10.1038/s41467-026-69285-4) veröffentlicht wurden. Die Studie kann allerdings keinen kausalen Zusammenhang beweisen.

Atomkraftwerke geben im Normalbetrieb geringe Mengen radioaktiver Stoffe über Abluft und Abwasser an die Umwelt ab. Die Strahlenbelastung in der Umgebung ist zwar 400-mal niedriger als die natürliche Strahlung, im Prinzip kann jedoch jedes radioaktive Isotop zum Ausgangspunkt einer Krebserkrankung werden: nämlich dann, wenn die von ihm emittierte Strahlung in der DNA einer Zelle am falschen Ort eine Mutation verursacht, die vom DNA-Reparatursystem der Zellen übersehen wird. Ionisierende Strahlen gehören zu den gesicherten Ursachen von Krebserkrankungen.

rme

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