Ausland

Supreme Court ebnet Weg für Rückbau von Diversitätsforschung

  • Freitag, 22. August 2025
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in Washington D.C. /picture alliance, Zoonar, Jens Ickler
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in Washington D.C. /picture alliance, Zoonar, Jens Ickler

Washington – Der Oberste Gerichtshof der USA erlaubt die von der US-Regierung geplanten Kürzungen von Forschungsgeldern wegen DEI-Programmen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion. Dabei geht es um 783 Millionen Dollar (rund 675 Millionen Euro), die für Forschungsprojekte des nationalen Gesundheitsinstitutes NIH vorgesehen waren, berichten US-Medien.

Die Entscheidung des Supreme Courts gestern fiel mit fünf zu vier Stimmen knapp aus, wobei der Oberste Richter John Roberts mit den drei als liberal gesehenen Richtern stimmte.

Wissenschaftler, eine Gewerkschaft und mehr als ein Dutzend demokratisch geführter Bundesstaaten, hatten gegen die Kürzungen von mehr als 1.700 Forschungsprogrammen geklagt.

Bei den betroffenen Projekten ging es unter anderem um die Erforschung von Themen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen im ländlichen Süden der USA, die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels und wie Verkehrsverschmutzung und demenzbedingte Erkrankungen zusammenhängen.

Mit den Kürzungen blockiere die US-Regierung „lebensrettende Heilmittel und Behandlungen für Millionen von Familien“ und zerstöre Arbeitsplätze in allen Teilen des Landes, schrieb Maura Healey, die demokratische Gouverneurin des Bundesstaates Massachusetts, wo mehrere Forschungseinrichtungen betroffen sind.

„Die Einzigen, die davon profitieren, sind China und andere Länder, die uns jetzt unsere Unternehmer, Innovatoren, Wissenschaftler und Forscher abwerben“, heißt es weiter in einer Mitteilung.

US-Präsident Donald Trump hat nach seinem Amtsantritt DEI-Programme als „illegal und unmoralisch“ bezeichnet und per Dekret den Kampf angesagt. Die US-Regierung hat deshalb die Arbeit vieler Forschungseinrichtungen unter anderem durch Kürzungen, Entlassungen oder Ankündigungen und Androhungen davon deutlich schwieriger gemacht.

dpa

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