Tote durch Marburgvirus in Äthiopien: Ausbruch laut WHO eingedämmt

Addis Abeba – In Äthiopien sind bei einem Ausbruch des Marburgvirus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neun Menschen ums Leben gekommen.
Insgesamt seien seit Mitte November 14 Infektionen bestätigt worden, erklärte die WHO am heute. Mittlerweile sei der Ausbruch aber eingedämmt worden, neue Fälle seien zuletzt nicht mehr aufgetreten.
Das Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebolavirus. Es verbreitet sich unter Menschen vor allem durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Zu den Symptomen gehören hohes Fieber und Durchfall, in schweren Fällen kommen Blutungen und Organversagen hinzu.
Die Sterblichkeit liegt nach Angaben der WHO bei bis zu 89 Prozent. Zugelassene Impfstoffe oder antivirale Medikamente gibt es bisher nicht.
Der erste Infektionsfall in Äthiopien war nach Angaben der WHO Mitte November in der Stadt Jinka etwa 430 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba dokumentiert worden. Es war der erste Ausbruch des Marburgvirus in dem ostafrikanischen Land. Zuvor hatte es bereits in anderen afrikanischen Ländern, darunter Äquatorialguinea, Ghana, Südafrika und Tansania, Ausbrüche gegeben.
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