Typ-1-Diabetes: Hypoimmune Inselzelltransplantation vermeidet Immunsuppression

Uppsala – Genetische Modifikationen können verhindern, dass allogene Betazellen vom Immunsystem angegriffen und zerstört werden. Ein Patient aus Schweden kommt auch 14 Monate nach einer Inselzelltransplantation ohne Immunsuppressiva aus. Der Fall wurde auf der Jahrestagung der International Society for Stem Cell Research (ISSCR) in Montreal vorgestellt und im New England Journal of Medicine (2026; DOI: 10.1056/NEJMc2604408) publiziert.
Inselzelltransplantate können im Prinzip einen Typ-1-Diabetes kurieren. Die Behandlung wird allerdings nur selten durchgeführt. Dies liegt zum einen an der geringen Zahl von Organspendern. Der wesentliche Nachteil ist jedoch, dass nach der Transplantation eine lebenslange Immunsuppression notwendig ist. Die Risiken und Nebenwirkungen der Medikamente sind in der Regel größer als der Vorteil, auf regelmäßige Insulininjektionen zu verzichten oder deren Dosis zumindest reduzieren zu können. Inselzelltransplantationen kommen nur für Patientinnen und Patienten infrage, die infolge einer Nierenschädigung ohnehin eine Organtransplantation benötigen.
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