Umfrage: Gesundheit von KlinikärztInnen langfristig im Blick
Köln – Die langfristigen Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei Klinikärzten stehen im Mittelpunkt des Projektes StArK. Die Abkürzung steht für „Stressbezogene Arbeitsanalyse bei Klinikärztinnen und -ärzten“ und ist ein Kooperationsprojekt der Universität Hamburg, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Hauptziel ist die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen förderlichen und hinderlichen Arbeitsbedingungen sowie der psychischen Gesundheit von Klinikärzten. Dazu wurde ein speziell für die klinikärztliche Tätigkeit entwickelter Fragebogen eingesetzt (ISAK-K).
Vor einem Jahr hat das Projekt StArK bereits eine erste Befragung zu den Arbeitsbedingungen von Klinikärzten durchgeführt. Über aerzteblatt.de haben sich sehr viele Ärzte an der Online-Umfrage beteiligt. Nach Abschluss der ersten Befragungswelle und deren Auswertung, steht nun der zweite Teil des Projektes an (zur Befragung).
Die Auswertungen der ersten Befragungswelle hatten den Fokus auf das Thema Arbeitszeiten. Hier wurde untersucht, wie genau diese mit der Gesundheit von Klinikärzten in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse dazu wurden bereits auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt.
Ziel der zweiten Befragung ist es nun, einen zeitlichen Vergleich der beurteilten Arbeitsbedingungen zu ermöglichen sowie kausale Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und psychischem Befinden zu überprüfen. Die zeitversetzten Messungen ermöglichen zuverlässigere Aussagen zur Kausalität von Zusammenhängen.
Abschluss der zweiten Befragungswelle ist Ende des Jahres, sodass im ersten Quartal 2014 die Gesamtauswertungen zu den langfristigen Zusammenhängen beginnen können. Für diese Auswertungen werden zusammengehörige Daten einer Person (vom ersten und zweiten Befragungszeitpunkt) über eine Schlüsselfrage, welche jede Person zu beiden Zeitpunkten beantwortet hat, anonymisiert zugeordnet. Einige langfristige Zusammenhänge von Arbeitsbedingungen und Gesundheit konnten für einzelne teilnehmende Krankenhäuser bereits nachgewiesen werden.
Alle Klinikärztinnen und Klinikärzte sind eingeladen, sich an der zweiten Befragung teilzunehmen – auch wenn Sie nicht an der ersten teilgenommen haben. Darüber hinaus will die Projektleitung gezielt Personen ansprechen, die bereits an der ersten Befragung teilgenommen haben und durch ihre erneute Teilnahme die Repräsentativität der Kausalauswertungen erhöhen würden.
Nach Abschluss der aktuellen Befragung soll ein Vergleich der Arbeitsbedingungen nach medizinischen Fachbereichen im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht werden. Nähere Informationen zum Projekt StArK, zur Validierung des Fragebogens sowie Kontaktdaten der Projektmitarbeiterinnen sind hier abrufbar: www.stark.uni-hamburg.de
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