Unfallchirurgen loben geplanten eGK-Notfalldatensatz
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verspricht sich vom geplanten Ausbau der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) einen erheblichen Nutzen für die Patientenversorgung. „Der schnelle Zugriff auf Notfalldaten ist wichtig für die Behandlung eines Schwerverletzten“, verdeutlicht DGU-Generalsekretär Reinhard Hoffmann die Bedeutung des sogenannten Notfalldatensatzes (NFD), der künftig auf der eGK hinterlegt werden können soll. Neben der zügigen Notfallversorgung will der Gesetzgeber damit auch die medizinische Vernetzung vorantreiben.
Mit der ab 2018 gesetzlich vorgeschriebenen Einführung des Notfalldaten-Managements (NFDM) kann der Arzt künftig auf Wunsch des Versicherten den Notfalldatensatz sowie persönliche Informationen zu Patientenverfügung, Organspende-Ausweis oder Vorsorgevollmacht auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern.
Derzeit wird der Notfalldatensatz (NFD) im Rahmen des Forschungsprojekts „NFDM-Sprint“ unter realen Bedingungen des Gesundheitswesens am Universitätsklinikum Münster (UKM) erprobt. Seit Mai 2016 legen Ärzte aus der Region Münster dazu für rund 4.000 Patienten Notfalldatensätze an. Dadurch soll der Anlageprozess analysiert und für den zukünftigen Einsatz zu optimiert werden. Geleitet wird das Projekt von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) und der Bundesärztekammer (BÄK).
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