Ärzteschaft

Uniklinik-Direktor hofft auf gesundheitspolitische Kontinuität in Berlin

  • Montag, 12. Mai 2025
Jürgen Graf, ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. /picture alliance, dpa, Andreas Arnold
Jürgen Graf, ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. /picture alliance, dpa, Andreas Arnold

Frankfurt am Main – Der ärztliche Direktor von Hessens größtem Krankenhaus hofft, dass die neue Bundesgesundheitsministerin den Reformprozess in der Kliniklandschaft fortsetzt. „Wenn wir damit nicht vorankommen, schließt sich irgendwann die Tür, das zu gestalten, was die Demografie uns als Aufgabe stellt“, sagt Jürgen Graf, Chef des Frankfurter Universitätsklinikums.

„Ohne Reform können wir die medizinische Versorgung schon 2030 nicht mehr in der gegenwärtig erwarteten Weise aufrechterhalten.“ Die Bevölkerung werde älter, der Behandlungsbedarf steige und das potenzielle Personal werde knapper – wenn die Kosten nicht steigen sollen, müsse das Gesundheitssystem effizienter werden.

Nach dem Regierungswechsel ging das Gesundheitsressort von der SPD zur CDU. Nachfolgerin des Mediziners Karl Lauterbach (SPD) wurde die gesundheitspolitisch unerfahrene Juristin Nina Warken (CDU).

„Fachlichkeit ist nicht alles“, sagt Graf zu der auch aus seiner Sicht „überraschenden“ Personalie. Er fände es „extrem bedauerlich“, wenn Warken die Krankenhausstrukturreform nicht weiter vorantreibe.

„Auch wenn es noch Nachbesserungsbedarf gibt: Wir haben hier konzeptionell mehr erreicht als in den vergangenen 20 Jahren. Der eingeschlagene Weg sollte nicht verlassen werden“, so Graf.

dpa

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