Uniklinik Ulm eröffnet psychotherapeutische Hochschulambulanz
Ulm – Ab Mitte April können sich Patienten mit Depressionen, Angsterkrankungen und Zwangsstörungen in der neuen psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Uniklinik Ulm behandeln lassen. Ziel der Einrichtung ist es, die Wartezeiten auf einen Therapieplatz zu verkürzen. „Dabei wollen wir nicht in Konkurrenz zu niedergelassenen Kollegen treten, sondern deren Angebot ergänzen“, sagt Roberto Rojas, Psychotherapeut und Geschäftsführer der Hochschulambulanz.
Genauso wichtig wie die Diagnostik und Patientenversorgung sei zudem die Einbindung der Hochschulambulanz in die Lehre und Forschung des Instituts für Psychologie und Pädagogik. Mit Einverständnis der Patienten sollen Studierende hier die Möglichkeit erhalten, klinische Psychotherapie vor Ort zu erleben sowie diagnostische Verfahren und das Erstellen von Gutachten einzuüben. Zudem könnten freiwillige Patienten in Lehrveranstaltungen des Instituts über ihre Erkrankung berichten und für Fragen der Studierenden zur Verfügung stehen.
Die offizielle Eröffnung der Ambulanz ist für Juni geplant, die ersten Patienten können jedoch schon ab Mitte April zu einem Erstgespräch kommen. Nach einer ausführlichen Diagnostik erhalten sie eine individuelle psychotherapeutische Behandlung. Die Therapiekosten werden von den Krankenkassen übernommen.
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