Universitätsklinik Magdeburg Gründungsmitglied des Transatlantisches Exzellenznetzwerk

Magdeburg – Die Universitätsklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Magdeburg wird Gründungsmitglied des Transatlantisches Exzellenznetzwerks zur Erforschung der zerebralen Amyloidangiopathie (CAA).
Die Erkrankung betrifft kleine Blutgefäße im Gehirn und zählt zu den häufigsten Ursachen spontaner Hirnblutungen im höheren Lebensalter. Dabei lagern sich Eiweiße in den Wänden kleiner Blutgefäße des Gehirns ab. Dadurch werden die Gefäße anfälliger für Schäden und Blutungen.
Nach Angaben der Forschenden findet sich CAA bei mehr als der Hälfte aller Patienten mit Hirnblutungen. Auch bei einem großen Teil der Menschen mit Alzheimererkrankung ließen sich entsprechende Veränderungen nachweisen. Trotz ihrer großen Bedeutung sind die Ursachen und biologischen Abläufe der Erkrankung laut der Klinik bislang nur teilweise verstanden.
Die Forschungsgruppe um Stefanie Schreiber, kommissarische Direktorin der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg, erhält für die Forschung zu der CAA eine Förderung der Leducq Foundation for Cardiovascular Research von insgesamt neun Millionen US-Dollar (rund acht Millionen Euro) über fünf Jahre.
„Durch die enge internationale Zusammenarbeit können wir wichtige Daten und Expertise bündeln, um die Ursachen besser zu verstehen und neue Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung zu entwickeln“, erläutert Schreiber.
Im Netzwerk arbeiten sieben Forschungsgruppen aus Europa und den USA zusammen, unter anderem von der Harvard Medical School und dem Radboud University Medical Center in den Niederlanden.
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