Urinanalyse soll Stand der Arteriosklerose anzeigen
Freiburg – Urineiweiße, die eine Arteriosklerose bereits in ihren frühesten Anfängen verlässlich anzeigen und deren Verlauf abbilden sollen, haben Wissenschaftler um Constantin von zur Mühlen von der Abteilung Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums Freiburg - Bad Krozingen beschrieben. Ihre Untersuchungen sind in der Zeitschrift Molecular & Cellular Proteomics erschienen (doi:10.1074/mcp.M111.013847).
Arterienverkalkung ist der Hauptmechanismus für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ablagerungen in den Gefäßwänden führen zu Verengungen in den Blutgefäßen und stören den Blutkreislauf.
Die Arbeitsgruppe analysierte zunächst den Urin eines bestimmten Mäusestammes. Diese sogenannten ApoE-Mäuse entwickelten bei fettreicher Ernährung eine Arteriosklerose. Im weiteren Verlauf der Studie konnten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben die arteriosklerose-spezifischen Proteine im Menschen nachweisen und ihre Relevanz bestätigen.
„Diese Studie begegnet der dringenden Notwendigkeit einer zuverlässigen Methode, die die Arteriosklerose bereits in ihren Anfängen erkennt“, erklärte von zur Mühlen. Der Ansatz soll jetzt für die klinische Anwendung weiterentwickelt werden.
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