Ausland

Viele Schulen wegen Dauersmogs in Shijiazhuang geschlossen

  • Mittwoch, 21. Dezember 2016
Uploaded: 21.12.2016 16:24:23 by maybaum
/dpa

Shijiazhuang – Wegen schweren Dauer-Smogs sind in der chinesischen Millionen-Metro­pole Shijiazhuang zahlreiche Schulen geschlossen worden. Seit Mittwoch sind die Kinder­gärten und Grundschulen der Stadt mit knapp elf Millionen Einwohnern auf Anordnung der Behörden zugesperrt, die weiterführenden Schulen sollten eigenständig über die Schließung oder die Fortsetzung des Unterrichtsbetriebs entscheiden.

Der Umgang mit den Umweltgefahren führte nun in China, wo Debatten über gesell­schaft­liche Belange sonst kaum in aller Öffentlichkeit geführt werden, zu heftigen Mei­nungsäußerungen. Selbst die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua warf den Behörden „Pflichtverletzung“ vor.

Die Feinstaubbelastung war am Montag auf mehr als 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass bei einer 24-stün­digen Belastung der Wert von 25 Mikrogramm nicht überschritten werden soll.

Hintergrund der aktuellen Umweltbelastungen könnte unter anderem eine Maßnahme sein, mit der die Belastungen verringert werden sollten: Die Regierung ließ zahlreiche Stahlwerke schließen, um den Schadstoffausstoß zu verringern. Daraufhin gab es we­niger Stahl und die Preise stiegen. Das hatte zuletzt zur Folge, dass in den verbleiben­den Stahlwerken die Produktion hochgefahren wurde, wie es in einem Bericht der Tages­zeitung China Daily hieß.

Schon seit Freitag gilt in mindestens 23 Städten der Volksrepublik wegen des starken Smogs Alarmstufe Rot. Vor einem Jahr war erstmals seit Inkrafttreten eines Maßnahmen­katalogs zum Kampf gegen Luftverschmutzung im Jahr 2013 in China die höchste Smog-Alarmstufe ausgerufen worden.

afp

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